In einem ausgeglichenen ersten Drittel ließen die Pleißestädter gegen Ende des Abschnitts eine lange 5-3 Überzahl ungenutzt, doch Christian Grosch erzielte kurz darauf dennoch das 1:0 (18.) für seine Farben. Es dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde, ehe die knapp 1300 Fans im Stadion das erste Tor der Tower Stars durch Jeremy Adduono zum Ausgleich (32.) zu sehen bekamen.
Passend zur aktuellen Diskussion im etconline-Fanforum - hier geht es darum, ob und wie das Regelwerk zum Zuschauerrückgang in Eishockey-Deutschland beiträgt - ereignete sich in der 33.Minute eine beispielhafte Szene, die zeigt, wie überholungsbedürftig die Spieldauerstrafe nach Verletzungsfolge ist! Paul Ballantyne traf seinen Gegenspieler Ullmann im Zweikampf unglücklich mit hohem Stock, was eine kleine Verletzung bei Ullmann hervorrief. Ohne Maß entschied Schiedsrichter Sven Fischer gemäß den Regeln auf 5+20, doch während Ballantyne für dieses und auch das nächste Spiel zum Zuschauer degradiert wurde, konnte Ullmann bereits wenige Wechsel später wieder ohne Beeinträchtigung mitwirken. Nach Kevin Saurette in der Vorwoche waren die Eispiraten nun erneut Leidtragende dieser unsinnigen Regelauslegung.
Ravensburg kümmerte dies freilich wenig und ging im folgenden Powerplay durch Peter Boon mit 1:2 (36.) in Führung. Wenngleich das Überzahlspiel der Eispiraten in diesem Spiel abermals weit unter Niveau blieb, gelang Philipp Gunkel in der 39.Minute mit zwei Spielern mehr auf dem Eis immerhin der Ausgleichstreffer zum 2:2, was alle Chancen für den Schlussabschnitt offen ließ. Zwar schenkten sich hier beide Teams nichts und bearbeiteten jeden Zentimeter Eis, das entscheidende Tor fiel aber aus ETC-Sicht auf der falschen Seite: Tobias Samendinger netzte in der 52.Minute zum 2:3 ein, was die Oberschwaben anschließend gekonnt und ohne nochmals in größere Bedrängnis zu geraten nach Hause schaukelten.